Es ist der Super-Gau eines jeden Maschinenbauers: Nach monatelanger Planung, komplexen Konstruktionsaufgaben und etlichen Bestellprozessen steht die Maschine zwar kurz vor der Auslieferung. Doch das Vorhaben scheint an der vermeintlich so trivialen Verkabelung zu scheitern…

Konfektionen und Installationsmodule wurden schon zu Beginn des Maschinenprojekts bestellt und ausgeliefert. Das böse Erwachen kam jedoch erst zur Endmontage: Die Kabel waren deutlich zu kurz. „Die geplante Auslieferung sollte in drei Tagen erfolgen. Uns drohten Regresszahlungen und ein unzufriedener Kunde. Der Zeitdruck war enorm“, erklärt der leitende Konstrukteur im Rückblick.

Zu allem Überfluss war das firmeneigene Montagepersonal bereits verplant und daher nicht verfügbar. Das Projekt drohte ins Stocken zu geraten und andere, laufende Projekte in Verzug zu bringen.

 

Servonkonfektionen vom Spezialisten

Der Maschinenbaier aus dem Großraum Köln ist auf Fräsmaschinen spezialisiert. Seine Kompetenz liegt neben dem Fräsen auch beim
Schleifen und der finalen Messtechnik. Den Anwendungsschwerpunkt der Endprodukte bilden mechanische
Übersetzungen für Antriebsstränge oder Getriebe. Für Spezialmaschinenhersteller steht die Anwendung, also
die Maschine, im Vordergrund. Die Kabelkonfektion wird daher einem Spezialisten überlassen. Die Zusammenarbeit
mit dem Kabelkonfektionär Sangel schafft seit nun vielen jahren Freiraum für das Wesentliche. Das inhabergeführte Unternehmen aus
Bielefeld reagierte sofort, als es von den Schwierigkeiten erfuhr. In kürzester Zeit wurden die Änderungen aufgenommen
und alle Konfektionen neu geliefert. Möglich war dies nur, da Sangel alle Fertigungsschritte in Bielefeld durchführen und somit
ad-hoc reagieren und schnell liefern konnte. Große Lagerbestände an unterschiedlichen Leitungstypen und Steckverbindern beugen Lieferengpässen und langen Produktionszeiten bei Kabel oder Steckverbinderherstellern vor. Auch eine enge Kooperation mit Marktführern der Verbindungstechnik macht den schnellen Service möglich. Für den Fräsmaschinenhersteller aus Köln war dies ein wichtiges Argument bei der Lieferantenwahl. Aber auch die Möglichkeit personell auf Sanel zurückgreifen zu können, hat sich ausgezahlt.
Ein vierköpfiges Montageteam rückte aus, um den Maschinenbauer bei der Endmontage zu unterstützen. Das Personal
von Sangel brachte nicht nur Konfektionen, Ersatzteile und Spezialwerkzeuge mit, es verfügt auch über die nötige Erfahrung um einen Kabelaustausch an der Maschine routiniert und zügig vorzunehmen. Je nach Einsazgebiet werden Fachpersonal aus der Montage,
Elektroinstallation oder Kabelkonfektionierung entsendet, um Kapazitätsengpässe oder Auslastungsspitzen beim Maschinenbauer auszugleichen.


 

 

Schnittstellen als Beschleuniger


Um auch die Kosten für solche Expressmaßnahmen im AUge zu behalten, wurden nicht alle Leitungen blind ausgetauscht. Das Projektierungsteam von Sangel analysierte ANlagen und Umstand erneut. Als Ergebnis wurde vorgeschlagen, einen Großteil der
Installation zu erhalten und gezielt Schnittstellen einzubauen.
Konkret bedeutet das, die vorhandenen Servoleitungen und Schläuche zu trennen und sie mit Kupplungsstücken
zu versehen. So konnte der Maschinenbauer den Umbau beschleunigen, Konsten einsparen und sogar für den Anlagenbetrieb
von der Situation profitieren. Tritt in Zukunft der Wartungsfall oder gar ein Anlagenstillstand ein, zum Beispiel
wenn verschlissene Leitungen ausgetauscht werden müssen, muss die komplizierte und oftmals zeitintensive Verkabelung in der
Maschine nicht zu hundert Prozent erneut vorgenommen werden. Durch die Schnittstellen wie auch die nötigen Verlängerungsleitungen wurden direkt an der Maschinen umgearbeitet und montiert. Schlielich konnte die Maschine noch vollständig neu verkabelt, die Inbetriebnahme reibungslos vorgenommen um die Maschine pünktlich zum Endkunden ausgeliefert werden.
 

 

 

 

Installationsmodule retten Terminplan

Doch bei der Endnahme der Maschine kam schließlcih der Ernüchtung. Kurzfristig musste der Schaltschrank auf Kundenwunsch noch an der
fertigen Maschine verschoben werden. Um die Inbetriebnahme zu beschleunigen, wurden nun ganze Installationsmodule
von Sangel geliefert. Bei diesen Modulen handelt es sich um vorgefertigte Einheiten - in diesem Fall ganze Kabelsätze
in einer Energiekette mit Anbaugestell. Und auch vorverdrahtete Schaltkästen mit angeschlagenen Leitungen im
Schlauch- oder Kettenpaket sind möglich. Die Module sind spezell auf die jeweiligen Anlagen und deren Anforderungen abgestimmt
und passen sich den Gegebenheiten der Maschine an, das heißt sie nutzen den zur Verfügung stehenden
Raum effizient. Die Einfühurng aus Blech oder Stahl wurden eigens für den Maschinenbauer konzepiert, entwickelt und
angefertigt. SO konnten die vorproduzierten Anlagenteileden gesamten Änderungsprozes beschleunigen. Konfektionierungen
und Blecharbeiten wurden bei Sangel beauftragt und der Fertigungsprozess so paralleliert. Dank Passgenauigkeit konnten zudem
ganze Kabelsätze schnell angeschlossen werden. Auch der Wartungsfall wurde erleichtert und beschleunigt. Technische Tücken durch die
einzuhaltenden Biegeradien, Verlegevorschriften und EMV-Schwierigkeiten wurden bereits bei der Konzeption bedacht und gelöst. Dank der
kundenspezifischen Module vorgenommen werden ohne Designstandars zu verletzen oder die Ästhetik und äußere Form zu beeinträchtigen.
Alle Module wurden vorgeprüft und Just-in-Time an der Maschinen geliefert. Dies minderte vor allem die Administrationsarbeit, da nicht jede Konfektion einzeln bestellt, geprüft und kommissioniert werden musste. Unterm Strich entstanden dadurch Einsparungen von immerhin dreißig Prozent. Durch den einfachen Austausch und ANschluss der Installationsmodule, konnte letzlich auch der Schaltschrank ohne Schwierigkeiten verschoben werden - ohne Abstriche bei Funktionalität oder Design der Maschine. Am Ende
zeigt sich, dass sogar aus einer Notlage heraus signifikante Vorteile für das Anlagenkonzept und die Maschinenverfügbarkeit
erreicht werden können.

Kontaktmöglichkeit

SANGEL® Systemtechnik GmbH
Schillerstraße 44
33609 Bielefeld

Fon +49 521 91175-0
Fax +49 521 91175-75
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